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Schuster, bleib bei deinen Leisten!

Er sandte sie zu je zwei vor sich her in jede Stadt und jeden Ort, wohin er selbst kommen wollte ...

Er sagte ihnen ... 'Grüßt niemand auf dem Weg.'

Lukas 10:1-4

 

Überall begegnen wir Menschen, die uns brauchen. Besonders im Missionsfeld sehen wir soviel Not und Elend um uns herum. Nicht nur hier in Brasilien, sondern überall leiden viele Menschen und warten auf jemanden, der ihnen von Jesus er­zählt. Am liebsten würden wir ihnen allesamt helfen, Die große Schwie­rigkeit ist nur, dass wir so leicht unsere Zeit und Energie verzetteln. Wir hetzen und jagen den ganzen Tag hindurch. Für jeden tun wir etwas, aber niemandem widmen wir die richtige Zeit und Aufmerksamkeit, um wirklich blei­bende Frucht zu ernten. Es ist auch nicht der Wille des Herrn, dass wir alles anpacken, was uns über den Weg läuft.

Der Herr gibt jedem seiner Kinder einen Auftrag. Auch in der Arbeit für den Herrn gilt: "Schuster, bleib bei deinen Leisten!" Wichtig ist, dass wir uns dem Dienst widmen, den der Herr uns gibt. Die meisten Erfolge kommen dann, wenn wir gezielt arbeiten. So war dann auch der Auftrag von Jesus an die Siebzig: "Richte dich auf dein Ziel aus und grüße niemanden unterwegs." Niemand hat doch etwas davon, wenn wir durch allerlei Dinge überarbeitet werden, die wir von Zeit zu Zeit tun, sodass wir keine Energie mehr übrig haben, die Aufgabe zu vollbringen, die wir vom Herrn empfangen haben.

Aus dem oben genannten Bibeltext lernen wir noch eine zweite wichtige Lektion. Es ist nicht nur wichtig zu wissen, wo Not ist und wo Menschen sind, denen geholfen werden muss. Es ist noch wichtiger, zu wissen, womit sich der Herr be­schäftigt. Was ist sein Plan mit unserem Leben? Wo will er uns einsetzen?

Jesus sandte die Siebzig nicht nur so aus, das zu tun, was ihnen das Beste schien. Er sandte sie in die Orte und Städte, in die er selbst kommen würde! Sie werden also an die Orte geschickt, an die Jesus selbst hinkommen würde, um ein Werk zu tun. Wir sollten uns fragen, ob wir wirklich mit dem Werk des Herrn beschäftigt sind. Oder sind wir viel­leicht mit allerlei DIngen beschäftigt, die der Herr uns niemals aufgetragen hat?

Nun fragen wir uns natürlich: "Was ge­schieht denn mit all den Menschen, an denen wir ohne Gruß und ohne erlösendes Wort vor­beigehen?" In Lukas 10:1-4 finden wir die Antwort auf diese Frage. Die Jünger konnten nicht alles tun und deswegen gab ihnen Jesus noch einen anderen Auftrag: "Bit­tet nun den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter aussende in seine Ernte". (Matth. 9:38).

Dies ist die zweifache Aufgabe aller, die dem Herrn die­nen. In erster Linie sollten wir uns dem Auftrag widmen, zu dem der Herr uns ruft. Niemand wird gerufen, um alles allein zu tun. Deswegen steht an zweiter Stelle unser Auftrag, den Herrn zu bitten, mehr Arbeiter auszusenden. Schließlich haben die Menschen, an denen wir vorbeigehen auch den Herrn nötig.

Können wir nichts für sie tun? Doch, wir können sie, indem wir ihre Not sehen, in unser Herz schließen und beten. Beten, dass andere kommen werden, um unseren beschränkten Dienst zu ergänzen.

 

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