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Nicht vorzeitig sterben

"Lass mir wiederkehren die Freude deines Heils"

Psalm 51,14

 

Es geschieht noch viel zu oft, dass Gläubige sich nicht über bestimmte Rückschläge und manchen Kummer hinwegzusetzen wissen. Nicht, dass die Bibel uns verbietet, traurig zu sein. Jesus weinte doch auch am Grab von Lazarus. Aber der Heiland ließ sich nicht von der Traurigkeit überwältigen.

Jesus erlitt soviel Leiden, dass er ein Mann von Schmerzen genannt wird. Trotz aller Leiden, die er erfuhr, war er keine schwermütige Person. Im Gegenteil! Wir kennen den Herrn als jemand mit einem frohmütigen Geist und Persönlichkeit. Gottes Wort sagt uns selbst, dass er mit Freuden-Öl gesalbt wurde vor allen seinen Gefährten. (Psalm 45,8; Hebr 1,9)

Dass wir Mühe und Traurigkeiten erfahren, ja manchmal sogar mit Tränen, ist nicht abnormal. Nur dürfen wir uns durch die Rückschläge nicht überwältigen lassen; aber wir müssen uns auf das Leben ausrichten, wozu Gott uns bestimmt hat.

Das Leben von Jakob enthält in dieser Hinsicht für uns eine deutliche Lektion. Nach dem Verlust seines Sohnes Josef setzten seine anderen Söhne und Töchter alles daran, um ihn zu trösten. Aber der Erzvater machte in dieser Hinsicht einen Fehler. Er wollte sich nicht trösten lassen. Er traf eine falsche Entscheidung: "Nein, sondern in Trauer werde ich in das Totenreich zu meinem Sohn hinabfahren."(1. Mose 37,35). Dies war eine verkehrte Einstellung von Jakob, wodurch sein Leben unnötig dahin schwand.

Sogar nach großem Streit und Rückschlägen ist der Herr nahe, um uns zu trösten. Es ist bestimmt nicht Gottes Wille, dass Tränen fließen und wir vom Schmerz überwältigt werden. Genauso wenig ist es sein Wille, dass wir immer wieder auf unsere Niederlagen und Misserfolge zurücksehen.

Jakob starb vor seiner Zeit. Als Pharao ihn nach seinem Alter fragte, antwortete er: "Wenig und böse waren all meine Lebensjahre gewesen. Sie erreichen nicht die Zahl der Lebensjahre meiner Väter in den Tagen ihrer Fremdlingsschaft." (1. Mose 47,9).

Tatsächlich! Abraham wurde 175 Jahre alt und Isaak lebte 180 Jahre. Durch seine verkehrte Haltung bezüglich seiner Leiden, die er erfahren musste, verkürzte Jakob unnötig sein Leben um viele Jahre. Er weigerte sich, sich trösten zu lassen und ließ zu, dass die Traurigkeit anfing, über seinen Körper, Seele und Geist zu herrschen. Darüber hinaus wurde danach deutlich, dass das Leiden unnötig war, denn Josef war nicht tot.

Wo weder Mühe noch Streit uns erspart bleiben, ist es nicht die Absicht des Herrn, dass diese unser Leben bestimmen sollen. Der Herr hat ein anderes Ziel mit unserem Leben. Der Wille des Vaters ist, dass wir nach dem Leben greifen, wozu er uns berufen hat. Er will, dass wir uns nach jedem Rückschlag wieder im Glauben und Vertrauen aufrichten.

David hatte eine ganz andere Einstellung als Jakob. Auch er litt, wegen der Krankheit seines Kindes. Solange noch Leben in ihm war, weinte er. Aber als das Kind gestorben war, packte David selbst das Leben wieder an und tröstete seine Frau. (2. Samuel 12,20-24).

Seinen Freunden kam Davids Benehmen sehr fremd vor. Aber David begriff, dass das langsame Dahinsiechen und Verkümmern durch ein sinnloses Leiden schlimmer war als der Tod von seinem Kind. Über David lesen wir dann auch: "Er starb in einem guten Alter, in einem gesättigten Leben, Reichtum und Ehre".

Möge der Herr unser Herz bewahren vor der Traurigkeit der Welt. Das ist eine Traurigkeit ohne Trost, ohne Hoffnung, ohne Aussicht. Denn die Schrift sagt mit Recht: "Die Traurigkeit der Welt bewirkt den Tod" (2. Kor 7,10b). Eine Traurigkeit, die uns zu negativen Menschen macht, voll mit Selbstmitleid, ist gegen Gottes Wille. Es ist sein Verlangen, dass wir uns nach Mühe und Kampf wieder aufrichten sollen. Er will uns nach viel Traurigkeit, die wir manchmal erfahren, wieder aufs neue mit der Freude seines Heils erfüllen.

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