Lerne kämpfen
"Kämpfe den guten Kampf"
1. Timotheus 6:12
Es ist gut, sich von Zeit zu Zeit Ruhe zur Besinnung zu nehmen; um Bilanz über alle Aktivitäten zu ziehen, die hinter uns liegen. Was ist übriggeblieben, von dem was wir getan haben? Gibt es bleibende Früchte? Haben wir mit Gold und Edelsteine oder mit Holz und Stroh gebaut?
Man braucht jedes Mal wieder Mut, um diese Fragen zu stellen. Das Leben ist kurz. Wir wollen die Zeit, die der Herr uns gibt, benutzen und auf die beste Art und Weise gebrauchen. Wir verlangen nicht nur danach, Menschen zu sein, die für die Welt etwas Gutes tun, sondern unser Wunsch ist es, dass wir durch die Gnade unseres Herrn bleibende Frucht tragen sollen. Jesus sagt uns jedoch: "Ich habe euch erwählt und euch gesetzt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibe." (Johannes 15,16)
Für die Brasilianer ist das Leben nicht einfach. Die Menschen kämpfen mit vielen Schwierigkeiten, sowohl Materielle als auch Geistliche. Was ist das Beste, was wir ihnen geben können und für sie tun können? Auf welche Art und Weise können wir ihnen helfen, dass bleibende Resultate entstehen?
Auf all diese Fragen fanden Connie und ich eine Antwort und wir kamen zur folgenden Schlussfolgerung: Das Leben ist ein Kampf. Das Beste, was wir für die Menschen tun können, ist, ihnen lehren zu kämpfen.
Gott erspart seinen Kindern weder Mühe noch Kampf. Er serviert uns nicht alles, was wir uns wünschen, einfach auf einem silbernen Tablett. Josua und die Kinder Israel spazierten auch nicht einfach als Touristen in Kanaan hinein. Obwohl das Land verheißen war, mussten sie es sich erobern; um jeden Quadratmeter musste gekämpft werden. Sie zogen nicht als Menschen in das Land hinein, die durch Wohltätigkeitsvereine etwas zugesteckt bekamen, sondern als Eroberer. Die Bibel sagt uns, dass wir mehr als Überwinder sind, durch ihn, der uns geliebt hat (Römer 8,37). Gerade hierin beweist der Herr uns seine Liebe. Er lehrt seinen Kinder kämpfen.
Liebe macht die Menschen niemals abhängig, sie lehrt ihnen kämpfen und überwinden. Liebe schwächt uns nicht, sondern macht uns stark. Diejenigen, die Liebe empfangen haben und geben gelernt haben, sind Menschen, die sich durch die Probleme des Lebens durchschlagen können. Diese Liebe Christi, von der uns weder Bedrängnis noch Drangsal scheiden können, macht uns zu mehr als Überwinder. "Kämpfe den guten Kampf des Glaubens", schreibt Paulus mit einem Herzen voller Liebe an Timotheus.
Der Apostel behandelt sein geistliches Kind nicht wie einen Schützling, sondern lehrt ihm, im Glauben zu kämpfen. Die Liebe macht uns zu starken und erwachsenen Persönlichkeiten. Der Glaube gibt uns den Mut, im Kampf auszuharren, bis wir begriffen haben, wozu wir berufen sind.
Unser Gebet ist: "Herr, lehre uns kämpfen. Hilf uns, andere zum geistlichen Kampf fähig zu machen, indem sie die uns im Epheser-Brief angebotene Waffenrüstung Gottes anwenden lehren."
Wenn dies auch euer Gebet sei, dann wird der Herr uns, übereinstimmend mit seiner Verheißung in seinem Wort, zu mehr als Überwindern machen.