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Das Siegel

"... erkennen ... dass er uns von seinem Geist gegeben hat."

1. Joh 4,13

 

Es geschieht noch viel zu oft, dass die An- oder Abwesenheit von Prüfungen und Leiden als Maßstab gebraucht wird, um zu zeigen, wie es in der Beziehung mit dem Herrn aussieht. Jemand, der gerade durch eine Zeit von Leiden und Prüfungen geht, würde dann weniger geistlich sein. Bricht danach wieder eine Zeit mit viel Glück und Segen an, dann geht die Person das Risiko ein, übermütig zu werden. Er könnte dann das Glück und den Segen so verkaufen, als ob dies gerade einen Beweis von seiner tiefen Gemeinschaft mit dem Herrn liefert.

Es ist natürlich sehr falsch und verführend, wenn man allerlei Umstände in der natürlichen Welt als Beweisführung für jemandes "Geistlichkeit" oder "Ungeistlichkeit" gebraucht.

Der Teufel will uns auf allerlei Weise anklagen. Aber es gibt keine Verurteilung für die, die in Christus Jesus sind. (Römer 8,1). Dass wir in Ihm bleiben und Er in uns, erkennen wir daran, dass er uns seinen Geist gegeben hat. Die Umstände bestimmen nicht die Gemeinschaft mit dem Herrn. Die Fülle des Heiligen Geistes ist der Beweis dafür.

Der Apostel fragte die Epheser nicht: "Erzähle etwas von dem Segen, den ihr empfangen habt", oder "Geht es euch gut?". Seine Frage war: "Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, nachdem ihr gläubig geworden seid?" Denn das Siegel unserer Erlösung ist der Heilige Geist. Die Umstände in denen wir leben, haben damit nichts tun!

Wenn wir geistlich austrocknen oder abstumpfen, dann gibt es Gründe zur Unruhe. Dann sind die gewaltigsten Erfahrungen und größten Erfolge nicht ausreichend, um uns Frieden und Ruhe zu geben. Wenn der Heilige Geist in uns betrübt ist, können wir dann trotz allem Wohlstand sagen, dass es um uns schlecht steht. Aber solange der Heilige Geist in unserem Innern wie eine Fontäne entspringt, wissen wir, dass wir in Ihm sind und Er in uns. Dann können der Kampf und die Mühe mal bitter sein, aber Gott gibt seinen Heiligen Geist als Tröster.

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